Flexibel Planen und Erweitern durch Modularität
- dS
- 8. Apr. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Juli 2025
Nehmen wir an man möchte eine wirtschaftliche Lösung zum Wohnungsmangel. Ebenso möchte man weiterhin attraktives Wohnen und nicht die vollkommene Reduktion jeglichen Luxus propagieren. Dazu benötigt man eine durchdachte und außerordentlich gute Planung. Schaut man in die Natur, die der menschlichen Entwicklungsgeschichte schon einiges an Vorsprung hat, findet man einen sogenannten „goldenen Schnitt“ und die eng darauf aufbauende „Fibonacci-Sequenz“. Sie definieren ein mathematisches Modell, das natürliche Strukturen und Wachstumsprozesse abbildet.

Eine Person in Deutschland wohnt durchschnittlich auf 47,50 m² (2023, Umweltbundesamt).
Aus dem goldenen Schnitt ergibt sich ein Rechteck der Dimensionen von 500 auf 800 cm. Ein Single-Haushalt braucht Platz zur Pflege, Ernährung und zum Schlafen. Indem man flexibel plant, wird eine reduzierte Fläche nutzbarer. Mehr sinnvolle Funktionen bedeutet ein Wachstum an Nutzbarkeit. Was man dazu braucht, ist eine feinere Möbel- und Raumplanung sowie Mechanismen, die Elemente verstauen. Ein Schlafzimmer kann tagsüber zum Wohnzimmer umfunktioniert werden, oder eine Küche ein temporärer Arbeitsbereich sein. Ebenso hat auch vorausschauendes planen einen großen Mehrwert. Ein Raum, zum Beispiel ein Büro oder Gästezimmer, kann auf eine andere Funktion, zum Beispiel ein Treppenhaus in Fläche vorbereitet werden. Wir reden also auch von Erweiterbarkeiten, ähnlich einem Lego-bau. Ist die Single-Person über ihre Quadratmeter hinausgewachsen oder ändern sich Gegebenheiten, können neue Schlafplätze, mehr Freizeitfläche oder sonstige neue Funktionen hinzugefügt werden. Für jegliche Erweiterungen wird ein Modul hinzugefügt, vertikal oder horizontal. Die Entwicklungsrichtung muss seit Anfang an klar sein, um ein Tragwerk eventuell vorzubereiten. Ist eine horizontale Erweiterung gemäß Grundstück möglich, kann ein Verbindungselement der Modulanordnung Flexibilität verleihen. Ebenso kann sie dem Baukörper Symmetrie und vertiefte Ästhetik verleihen.
Das Modul ist als reduzierte Bauform gedacht, vorbereitet auf einen Single-Haushalt. Wie wir meistens im Leben starten. Ändern sich die Gegebenheiten, kann der Bau erweitert werden. Man schafft eine Art „Nestbau“, der gemäß Anforderungen nachhaltig wachsen und gedeihen kann.


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